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BERICHT 2018

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Liebe Freunde,

das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu, wir sind in Tonga auf der Insel Fofoa und bereiten uns auf die Zyklonsaison vor.

Heiligabend 2017 feierten wir nur zu zweit, am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir bei unserer tonganischen Familie in Hunga zu Kirchenbesuch und tonganischem Festmahl eingeladen. Das Jahr 2018 begrüssten wir allein mit den Tieren, da alle Nachbarn auf Tour waren. Im Januar ernteten wir sehr viele Avocados und Mangos. Werner stieg hoch in unseren Bäumen umher. Die Mangos konnten wir zum Grossteil zu Marmelade verarbeiten oder einkochen.

AvocadoMangobaumMango

Der Brotfruchtbaum trug reichlich Früchte und auch unsere Weinstöcke produzierten dieses Jahr grosse Beeren, allerdings nicht sehr viele, eigenen Wein können wir so nicht produzieren ;-)

BrotfruchtBrotfruchtWeinbergTrauben

Im Februar erhielten wir eine Email vom Fernsehsender ARD, der die Sendung "Verrückt nach Meer" produziert. Sie fragten an, ob sie bei und mit uns drehen könnten, wenn das Kreuzfahrtschiff ARTANIA im März nach Vava‘u kommt. Zuerst lehnten wir ab, aber sie waren hartnäckig und als wir uns eine Sendung ansehen konnten, stimmten wir zu. Am 5. März lief die ARTANIA in Vava'u ein und ankerte vor der Zufahrt nach Neiafu. Nachbar Boris hatte sich bereit erklärt, die Filmcrew und Protagonisten mit seinem offenen Boot in Neiafu abzuholen. Werner fuhr mit und zuerst wurde in Neiafu am Hafen und auf dem alten Friedhof, auf dem noch Grabsteine mit deutschen Inschriften stehen, gedreht. Dann kamen alle nach einer nassen Fahrt zu uns auf‘s Grundstück. Leider war es gerade an diesem Tag sehr trübe und regnete auch ab und zu. Einige Stunden drehten Kameramann, Tontechniker und Regisseur, wie die Protagonisten, Anne und Tobi, ein Paar vom Schiff, uns besuchen und den Garten besichtigen. Nach einem gemeinsamen Imbiss fuhr Boris sie wieder nach Neiafu.

ArtaniaVnMeerVnMeerUnter dem Titel: Verrückt nach Meer - Der Hummerkönig von Tonga - wird diese Episode (Staffel 8 Nummer 301) voraussichtlich am 2.Januar 2019 um 16:10 im ARD ausgestrahlt werden.

 

 

 

 

Einige Tage später wollte ich Wäsche waschen, aber die Waschmaschine wollte nicht. Als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass an der Rückseite der Maschine ein reger Ameisenverkehr war. Ich öffnete die Abdeckung der Bedienelektronik und fand ein Ameisennest samt Eiern und viel Schmutz auf der Platine. Vorsichtig baute ich alles auseinander und reinigte die Platine mit Wattestäbchen und Alkohol von Schmutz und Ameisensäure. Nach dem Wiedereinbau lief die Maschine an, aber nach 9 Minuten hörte ich dreimal einen scharfen Knall, dann ging nichts mehr. Abermals baute ich das Bedienpaneel aus, konnte aber keinen Schaden feststellen, dann kam die Motorelektronik dran, da entdeckte ich geplatzte Kondensatoren und beschädigte Mosfets. Für meine Möglichkeiten im Moment unreparabel. Bei einer Internetrecherche fand ich heraus, dass die Platinen vom Hersteller Fisher and Paykel in Neuseeland nicht repariert werden, sondern man kann nur neue komplette Ersatzteile dort kaufen. Da wir sowieso bald nach Deutschland fliegen wollten, machte ich klar, dass ich die Teile bei unserer Rückreise über Neuseeland ins Hotel geliefert bekommen konnte.

 

ZyklonEnde März holten wir das Boot aus dem Wasser und bereiteten uns auf unseren Abflug von Vava'u am Mittwoch, 11.April vor. Die ganze erste Aprilwoche herrschte Starkwind und Regen und am Wochenende vor unserer Abreise kündigte sich an, dass ein Zyklon (Wirbelsturm, Hurrikan) Dienstag oder Mittwoch über Tonga ziehen soll. Wir hatten gedacht, dass bei einer so späten Abreise keine Gefahr mehr bestehe, aber das Wetter weltweit spielt verrückt. Bei einem Zyklon wird natürlich der gesamte Flugverkehr in Tonga eingestellt. Wir beschlossen, sofort am Montag nach Neiafu zu fahren und zu versuchen, den Flug nach Nuku'alofa auf Montag oder Dienstag vor zu verlegen.

Boris musste am Montagmorgen ebenfalls in die Stadt und wir konnten mit ihm fahren, allerdings mit dem offenen blauen Boot, es war ein nasser Ritt in Badeanzug und Friesennerz, das Gepäck notdürftig geschützt durch grosse Plastiktüten und Planen. In Neiafu im Büro der Fluggesellschaft hiess es, „nichts zu machen, heute und morgen alles ausgebucht.“ Ich bittelte und bettelte mit dem Hinweis, dass wir doch teure internationale Anschlussflüge hätten, aber die Dame am Schalter stellte sich stur. Ich liess mich nicht abweisen und verlangte, den Manager zu sprechen. Sie telefonierte mit dem Hauptbüro in Nuku'alofa und meinte, er sei in einer Sitzung, würde mich aber zurückrufen. Ich liess mir dennoch seine Nummer geben und als ich eine Stunde später nichts von ihm gehört hatte, rief ich selbst an. Auch der Manager meinte, es sei alles ausgebucht, da einige Leute früher fliegen wollten. Er versprach, er würde sehen, was er machen könnte. Ich liess ihm keine Ruhe und rief immer wieder an, wies auf unsere Anschlussflüge hin. Erst am Abend kam die erlösende Nachricht, dass er noch zwei Plätze im letzten Flieger am Dienstagnachmittag gefunden hätte.

 

FliegerFlieger

Wir übernachteten bei einer Bekannten und waren weit vor der Zeit am Flughafen. Umso erstaunter waren wir, dass bei unserem Flug von 30 Plätzen gerade mal 12 besetzt waren. Als wir nach einem turbulenten Flug durch dicke schwarze Wolken kurz vor 18 Uhr in Nuku'alofa ankamen, regnete es schon wie aus Kübeln. Unser Flugzeug war das letzte, das landete, selbst internationale Flüge mit grossen Flugzeugen, die von Fiji oder Auckland kommen sollten, waren gestrichen. Schon am Flughafen sahen wir die Schäden, die der letzte Zyklon GITA vor mehreren Wochen angerichtet hatte. Dieser Zyklon hatte zum Glück um Vava'u einen weiten Bogen geschlagen, bevor er leider Nuku'alofa direkt schwer getroffen hat.

 

 

AloftPer Taxi machten wir uns auf, eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens zu finden, ein Geheimtipp war das neu eröffnete Gästehaus Aloft. Als wir dort fragten, war alles ausgebucht, aber die Chefin hatte Mitleid mit uns und rechnete wohl auch nicht damit, dass das Ehepaar, das später aus Fiji kommen sollte, noch auftaucht. Wir bekamen ein schönes Zimmer im Untergeschoss und hatten netten Kontakt zur Familie und den Langzeitmietern. Wind und Regen nahmen stetig zu, aber wir verbrachten die Nacht sicher und trocken. Unser Flug von Nuku'alofa nach Auckland sollte am nächsten Tag, Mittwoch um 14:40 Uhr starten, der Anschlussflug nach Peking am Donnerstag um 19:30 Uhr. Für die folgende Nacht hatten wir ein Zimmer in Auckland gebucht. Am späten Mittwochmorgen waren wir bereit, zum Flughafen zu fahren, als die erste Meldung von Air New Zealand kam, dass der Flug verspätet ankommen würde. Von Stunde zu Stunde wurden wir vertröstet, durften am Abend unser Zimmer wieder beziehen. Wir wunderten uns, da der Wind in Nuku'alofa gar nicht mehr so stark war. Erst später sahen wir im Fernsehen, dass direkt über Auckland ein starker Sturm wütete, der Bäume entwurzelte, Dächer abdeckte und für Flugausfälle sorgte. Endlich nach Mitternacht hiess es, dass der Flieger angekommen sei und zwischen 1 und 2 Uhr nachts starten würde, 11 Stunden später als geplant. Kurz vor sechs Uhr morgens waren wir dann im Auckland Airport Kiwi Motel, das uns entgegenkommenderweise gestattete, das Zimmer statt bis 10 Uhr bis 12 Uhr zu nutzen. Wir waren heilfroh, dass wir es rechtzeitig nach Neuseeland geschafft hatten und unseren Flug nach Peking wie geplant am Abend antreten konnten.

 

Etwas übernächtigt stiegen wir dann um 04:30 morgens inPeking, der Hauptstadt CHINAS, aus dem älteren Air China Flieger. Peking (chinesisch 北京 - 39°55′N 116°23′E ) auch Beijing genannt, was Nördliche Hauptstadt bedeutet, im Gegensatz zu Nanjing (Nanking), der früheren südlichen Hauptstadt, hat im weiteren Einzugsbereich etwa 22 Millionen Einwohner auf 17.000 Quadratkilometern und eine über dreitausend Jahre alte Geschichte. Schon vor etwa 800.000 Jahren lebten hier Vertreter des Homo erectus, die Pekingmenschen. Die Stadt hatte wechselnde Namen und Bedeutungen unter den verschiedenen Dynastien. Erst 1408 fing Kaiser Yongle an, die Stadt unter ihrem neuen Namen Beijing neu zu erbauen. Die Verbotene Stadt und der Himmelstempel entstanden ebenfalls in dieser Zeit. 1421 ernannte Yongle Peking zur neuen Hauptstadt der Ming Dynastie. Verschiedene andere Dynastien folgten, dann wurde 1912 die Republik China gegründet und Peking blieb bis 1928 Hauptstadt. Chiang Kai-shek, der 1949 nach Taiwan flüchtete (siehe Bericht 2017) erklärte Nanjing zur Hauptstadt. Es folgten turbulente Jahre, 1937 wurde Peking von Japan besetzt und erst nach dem 2. Weltkrieg von Kuomintang und Amerikanern wieder befreit. Die Kommunisten unter Mao Zedong nahmen die Stadt 1949 ein und nach Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 wurde sie wieder zur Hauptstadt erklärt. (Karten und Infos Wikipedia: Peking).

PekingPekingPeking

Gerade als ich unsere Flüge buchte, wurde bekannt, dass man jetzt bis zu 6 Tage visafrei nach Peking reisen konnte. Im Flughafen Peking angekommen, liefen wir deshalb einfach den Menschenmassen nach und warteten lange in der Schlange vor dem Schalter der Einwanderungsbehörde, nur um den ganzen Weg zurückgeschickt zu werden, da wir versäumt hatten, an einem anderen Schalter ein temporäres Visum für unsere fünf Tage Aufenthalt zu holen. Müde und genervt liessen wir uns nach Passieren aller Formalitäten von einem überteuerten Taxi zu unserem Hotel Days Inn in der Innenstadt von Peking bringen.

DaysInnHotel Days Inn

Nach ein paar Stunden Schlaf waren wir wieder fit und nutzten den regnerischen Tag, um das Nationalmuseum zu besuchen. Das Museum, die Verbotene Stadt und der Tian'anmen Platz mit dem Mao Mausoleum liegen alle nahe beisammen in der Stadtmitte, nur einige Strassen von unserem Hotel, so dass wir alles zu Fuss gehen konnten. Beim Näherkommen an diesen inneren Ring wurden wir beim National Theater von Uniformträgern gestoppt und mussten unsere Ausweise zeigen. Ein Stück weiter stand eine lange Schlange von Menschen und wir entdeckten, dass hier Gepäckkontrollen gemacht wurden. Wir hatten einen kleinen Rucksack mit Kamera dabei. Wieder musste der Ausweis gezeigt werden und alles Gepäck wurde durch eine Röntgenkontrolle geschickt. Nun waren wir im inneren Sperrbezirk des Tian'anmen Platzes, an dem das Museum liegt. Auch vor dem Museumseingang lange Schlangen, überall hingen Kameras und standen Polizei und Militär. Endlich im Museum, empfing uns eine weitere Röntgenanlage für Gepäck und Menschen. Werner hatte, wie immer, sein kleines Schweizer Taschenmesser in der Hosentasche. Das wurde natürlich entdeckt, und wir konnten wieder umdrehen. Zum Glück gab es ein Stück entfernt einen Raum, wo man solche Gegenstände sicher verwahren lassen konnte. Dann den ganzen Weg zurück ins Museum, wieder durch die Röntgenanlage, dann noch Körperkontrolle und endlich waren wir drin, der Eintritt war an diesem Tag umsonst. Das Museum ist riesig, aber wir kamen gut durch in der beschränkten Zeit, die wir noch hatten. Abends assen wir in einem kleinen Restaurant gegenüber dem Hotel eine chinesische Suppe und fielen dann todmüde ins Bett.

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Am Samstag schien die Sonne, also auf in die Verbotene Stadt. Gleiches Prozedere wie am Tag zuvor, nur noch grössere Menschenmengen und längere Schlangen, Militär und Überwachungskameras überall.

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Werner verzichtete schweren Herzens auf sein geliebtes Taschenmesser, sodass wir alle Kontrollen gut überstanden. Im Aussenhof der Verbotenen Stadt drängelten sich die Leute, fast alles Chinesen, meist in Reisegruppen mit Fähnchenträger, nur sehr vereinzelt sah man "Langnasen" wie uns. Alle strebten dem Eingang am nächsten Tor zu, also stellten auch wir uns in eine der langen Reihen. Im Schleichtempo ging es vorwärts, am Schalter wollte man unsere Pässe sehen, die in ein Lesegerät gelegt wurden. Wir hatten kein Ticket! Mit Händen und Füssen machten sie uns klar, dass wir ganz am Rand des Platzes bei einem kleinen Schalter erst bezahlen müssten. Also mal wieder zurück und in eine neue Schlange. Endlich konnten wir am Schalter bezahlen und verstanden nun, dass das Ticket auf unsere Passnummer eingetragen wurde. Nach einem letztmaligen Anschlängeln wurden wir dann ins Allerheiligste vorgelassen.
Die Verbotene Stadt war der Sitz der chinesischen Kaiser der Ming- und Quing-Dynastie. 1406 wurde mit dem Bau begonnen und bis zur Absetzung des letzten Kaisers 1905 von 24 Kaisern bewohnt. Die gewöhnliche Bevölkerung hatte keinen Zutritt zum Areal. 9,000 Räume und Hallen befinden sich in einem rechteckigen Bereich von 720,000 Quadratmetern. Seit 1987 ist die Verbotene Stadt mit dem Palastmuseum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Es war ein sehr windiger kühler Tag, der sonst so smogverhangene Himmel strahlend blau. In der Ferne konnte man sogar die höchsten Gebäude Pekings im weit entfernten Geschäftsviertel sehen. Wir wanderten von einem Hof in den nächsten, schauten uns die Paläste mit ihren gelben Ziegeldächern an, einer Farbe, die nur dem Kaiser vorbehalten war. Wir besichtigten die Hallen und bewunderten die Throne der Kaiser. Filme, die hier spielten, kamen uns in den Sinn, wir versuchten uns das abgeschlossene Leben hinter diesen roten Mauern vorzustellen. Am nördlichen Ende des Komplexes liegt ein kleiner Garten, hinter der Mauer der künstlich aufgeschüttete Kohlehügel gekrönt von einem Tempel. Da laut buddhistischer Lehre ein Haus einen Berg im Rücken und Wasser, hier ein Flusslauf, an der Front haben soll. Um das ganze Geviert ziehen sich hohe rote Mauern und ganz aussen ein Wassergraben.

 

 

Durch schön dekorierte Tore und verschachtelte Innenhöfe mit Tempeln und Palästen, vorbei an aufwendigen Wandmosaiken, schlenderten wir zurück. Überall entlang der Mauer fotografierten hier linientreue Chinesen ihre Kinder. In einer Austellung sahen wir Skulpturen aus dem berühmten Mausoleum des Qin Shi Huang Di, der der Gründer der chinesischen Qin-dynastie und des ganzen Kaiserreiches war. Der Kaiser wurde dort 210 vor Christus beigesetzt. Das Mausoleum ist eine der weltweit größten Grabbauten und vor allem bekannt für seine großen Soldatenfiguren, die sogenannte „Terrakotta-Armee“.

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Wir verliessen die Verbotene Stadt kurz vor Torschluss durch den vorderen Seiteneingang, der uns an den Wasserlauf führte, der die Mauern umgibt. Durch ursprüngliche Wohnbezirke aus grauen Steinen und verwinkelte Gassen, Hutongs genannt, erreichten wir wieder unser Hotel, wobei ich mal wieder ein Loblied auf das Navigationsprogramm OsmAND+ auf meinem Smartphone singen muss, das uns weltweit sicher ans Ziel bringt.

Abends gingen wir einige Strassen in die andere Richtung zur Einkaufsmeile Wangfujing, wo wir eine Gasse voller "Köstlichkeiten" fanden. Viele drängelnde Menschen, Verkaufsbude an Verkaufsbude, Essen jeder Art von gebackenem Tofu über Ente, Fisch, Krabben und Obst bis zu noch zuckenden Skorpionen, Spinnen, Seidenraupen und Tausendfüsslern, alles wurde lautstark angepriesen, gekauft und gegessen. Wir nahmen nur Abstand von den Krabbeltieren, probierten vieles andere und gingen papp satt zum Hotel zurück.

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Kirche

Am Sonntag gingen wir auf Erkundungstour durch die Gassen der Stadt. An einer ruhigen Ecke fanden wir zu unserem Erstaunen eine katholische Kirche, St. Joseph's Church or Wangfujing Church. Später fanden wir heraus, dass die ursprüngliche Kirche schon 1653 von einem italienischen Jesuitenmissionar Lodovico Buglio als eine von vier katholischen Kirchen in ganz Peking gegründet worden war. Eine Gruppe von Jesuiten waren die einzigen Europäer, denen es erlaubt war, in Peking zu wohnen, da die Chinesen an ihren astronomischen Kenntnissen interessiert waren. Die Kirche wurde durch Erdbeben und Feuer mehrere Male beschädigt oder zerstört, zuletzt im Boxer Aufstand 1900. 1904 wieder aufgebaut und 1949 von Mao in eine Schule umgewandelt. Während der Kulturellen Revolution von 1966 bis 1976 war sie geschlossen. 1980 öffnete sie restauriert wieder ihre Türen für die Gläubigen und 2007 wurde ihr Priester Joseph Li Shan mit Zustimmung Papst Benedikts XVI. zum Erzbischof von Peking erklärt.

Einige Strassen weiter liegt die Wangfujing Einkaufsstrasse mit ihrem Uhrenturm und diversen Skulpturen. Hochmoderne Einkaufszentren wechseln sich ab mit kleinen Läden. Der Personentransport hat sich von der Rikscha auf Elektromobile umgestellt.

 

Alt und Jung tummeln sich hier, wir sahen auch blinde Strassenmusikanten mit exotischen Instrumenten und einen weiblichen Putzdienst auf Rädern. Am Abend zog es uns wieder in die enge Gasse, wo wir uns den Bauch vollschlugen und einer Darstellerin des chinesischen Theaters zusahen.

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Am Montag hatten wir uns einer Tour angeschlossen, die uns zur Chinesischen Mauer bringen sollte. Es war nur ein kleiner Bus mit wenigen Leuten und einem netten Führer. Die Fahrt ging stadtauswärts nach Norden in die Berge. Am Stadtrand von Peking besuchten wir eine Seidenfabrik, wo durch Filme und Vorträge erklärt wurde, wie die Seidenraupe gezüchtet wird und daraus dann der Seidenfaden gewonnen und zu Seide versponnen oder das ganze Geflecht nur auseinandergezogen als Inlet verarbeitet wird. Schon in Korea hatten wir Bekanntschaft mit den gekochten Kokons der Seidenraupe gemacht, auch in der "Gasse der Köstlichkeiten" wurden sie angeboten.

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Mit dem Bus ging es weiter zu den Minggräbern in den Ausläufern der Berge. Über einen Hof mit blühenden Obstbäumen gelangte man durch einen unterirdischen Gang auf einen Turm, von dem man eine gute Rundumsicht hatte. In dieser Gegend befinden sich verschiedene Grabanlagen der Mingdynastie (1368–1644).

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Jade

 

Der nächste Halt war an einer Jadefabrik. Wir konnten den Jadeschleifern bei ihrer Arbeit zusehen, vor allem, wie sie aus einer massiven Jadekugel fünf durchbrochene Kugeln machen, die alle ineinander stecken und sich individuell drehen lassen. Riesige Skulpturen aus Jade, wie auch winzige Figürchen werden dort hergestellt. Im zweiten Stock des Ausstellungsraumes befindet sich ein grosser Speisesaal, in dem unsere Reisegruppe das im Preis inbegriffene Mittagessen einnahm.

 

 

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Mauer

Endlich erreichten wir die Chinesische Mauer, die sich über eine Länge von 8850 Kilometern durch China zog. Ihr Bau wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. begonnen und bis ins 16. Jahrhundert fortgeführt. Heute stehen noch viele Teilstücke, die zusammengesetzt quer durch Amerika reichen würden. Wir besuchten den 12 km langen Abschnitt bei Badaling, 70 Kilometer nördlich von Peking, wo die Mauer 6 Meter breit, fast 8 Meter hoch und mit 43 Wachttürmen aus der Mingzeit bestückt ist. Hier konnten 10 Soldaten Seite an Seite marschieren oder 5 Pferde nebeneinander galoppieren. Allerdings wurden 1957 nur knapp 4 Kilometer und 19 Wachtürme restauriert und für Besucher geöffnet.

 

 

Zuerst hiess es natürlich anstehen, aber dank unseres Führers, der die Tickets besorgte, ging es schnell voran und wir bestiegen eine kleine Gondel, die uns vom Parkplatz bis zur Mauer hoch brachte. Die ersten paar Schritte zum Mauerkamm konnte man noch flott machen, dann steckte man in den Menschenmassen fest. Der nach oben führende Teil der Mauer, der überall empfohlen wird und einen schönen Blick von oben verspricht, war dicht. Ganz sicher konnte hier kein Pferd galoppieren. Leib an Leib standen die Menschen auf der ganzen Breite und Länge dieses Abschnitts, eine nach oben führende Bewegung war höchstens im Zeitlupentempo auszumachen. Auf dem unteren Abschnitt der Mauer schien zumindest ein Weiterkommen möglich zu sein, sodass wir uns dorthin wandten.

 

 

Die ersten Meter waren noch sehr mühsam, dann ging es etwas besser, je weiter wir vom Eingang wegkamen. Auch hier war die Aussicht grandios, man sah nicht nur eine Mauer, sondern mehrere Abschnitte, die sich entlang der Grate der Hügelketten auf und ab wanden wie Schlangen. Ab und zu unterbrochen durch einen soliden Wachtturm oder ein gemauertes Gebäude, weit entfernt verloren sich die Mauerschlangen dann im Dunst. Ein starker Wind hatte den Himmel wieder blau gefegt und wenn man in die Weite blickte, konnte man die Menschenmassen um sich herum für wenige Sekunden vergessen.

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Leider hatten wir inklusive Auf- und Abfahrt nur zwei Stunden zur Verfügung, aber das reichte, um einen Eindruck von diesem einmaligen Weltwunder zu erhalten. Der Bus brachte uns wieder sicher zum Hotel und den Abend liessen wir im Hotelrestaurant mit einem guten Essen ausklingen. (Kleiner Reisetipp: Die Chinesische Mauer NICHT an Montagen besuchen, wenn die Verbotene Stadt geschlossen ist).

Mao

Am letzten Tag in Peking besuchten wir den berühmt, berüchtigten Tian‘anmen Platz (Platz am Tor des himmlischen Friedens), wobei wir natürlich wieder durch alle geschilderten Kontrollen mussten, beäugt von unzähligen Kameras. Auf goldenen Hinweistafeln kann man die Anordnung sehen. Am nördlichen Kopfende des weltweit grössten befestigten Platzes, der mit 40 Hektar einer Million Menschen Platz bietet, stehen die roten Mauern der Verbotenen Stadt mit dem grossen Maobildnis. Im Osten steht das Nationalmuseum und das neue Nationaltheater. Im Westen befindet sich die Große Halle des Volkes, der Sitz der chinesischen Nationalversammlung. In der Mitte steht das Mausoleum mit dem Grab des früheren Vorsitzenden Mao Zedong (1893–1976) und das Denkmal für die Helden des Volkes und im Süden befindet sich ein grosses graues Stadttor. Der Tianan'men Platz hat eine bewegte Vergangenheit mit Aufmärschen und Massenkundgebungen. Das weltweite Entsetzen war gross, als am 4. Juni 1989 hier Tausende friedlich für die Demokratie demonstrierende Arbeiter und Studenten vom chinesischen Militär abgeschlachtet wurden.

 

 

 

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Zahllose Menschen tummelten sich während unseres Besuchs auf dem Platz. Absperrungen zeigten an, wo man sich zum Besuch des Mausoleums anstellen kann. Diese Absperrungen fangen weit vor dem Mausoleum an, ziehen sich in vielen Schleifen hin- und her über den Platz, dann am Mausoleum lang bis zum Ende des Platzes, hinter das Mausoleum und dann wieder den ganzen langen Weg zurück nach vorne, wo der Eingang ist. Gepackt stand die Menschenmenge in diesen Absperrungen. Wir versuchten zu überschlagen, wie viele es wären, wir glauben 20.000 Menschen in der Schlange ist nicht zu hoch gegriffen. Das wollten wir uns nicht antun.

Wir gingen an der Schlange entlang zum alten Stadttor und sahen das ehemalige Bahnhofsgebäude, heute ein Museum, hinter den Absperrungen. Dann stiegen wir hinab zur U-Bahn, kehrten aber genervt um, da dort schon wieder Kontrollen stattfanden. So wanderten wir noch ein wenig um den Platz und suchten dann ein Taxi, das uns zum Himmelstempel bringen sollte, da wir die Strecke von ein paar Kilometern nicht auch noch laufen wollten. Der reguläre Fahrpreis wären 10-15 Renmimbi Yuan (CNY) gewesen, 1-2 Euro. Wir fragten mindestens 5 verschiedene Taxifahrer, uns dorthin zu fahren, alle wollten für die kurze Strecke das mehr als Zwanzigfache des normalen Fahrpreises haben. Wir verzichteten dankend und wanderten etwas gefrustet entlang der Nebenstrassen zurück zur Wangfujing, wo wir noch einige Einkäufe erledigten, unter anderem eingeschweisste Pekingenten für die Lieben zu Hause.

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Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Taxi, das nur ein Drittel des Taxis am ersten Tag verlangte, zum Flughafen und waren um 13:30 Uhr in der Luft. Die Route führte über eisige Landschaften vorbei an Ulan Bator und Nowosibirsk. Nach fast elf Stunden im Flieger, durch die Zeitverschiebung aber schon um 18:45 Uhr, landeten wir in der Schweiz in Zürich, wo wir von Bruder Ingo abgeholt und nach Hause nach Wurmlingen (Deutschland) gefahren wurden.

Schon früh am nächsten Tag, geplagt vom Jetlag, hatten wir den ersten Arzttermin, dem noch etliche folgten. Werner bekam in zwei Operationen neue Linsen in beide Augen wegen grauem Star. Zu unserer Freude fing der Sommer in Deutschland schon im April mit 30 Grad an, sodass wir Einiges unternehmen konnten. Mitte Mai feierten wir in Gütersloh den 80. Geburtstag von Werners Schwager Rudi, eine Woche später mit der ganzen Familie und vielen Verwandten in Bad Liebenzell im Schwabenländle den 75. meines Vetters Joachim.

TurmMit Freundin Geli besuchten wir den erst 2017 eröffneten 246 Meter hohen ThyssenKrupp Testturm bei Rottweil, in dem Expressaufzüge und Hochgeschwindigkeitsfahrstühle getestet werden. Schon vom Flugzeug aus konnten wir den Turm erkennen. Dies ist der weltweit höchste Testturm für Aufzugsanlagen und auf 232 Metern Höhe liegt die höchste Besucherplattform Deutschlands mit Blick über Rottweil und weit hinaus ins Schwabenländle, eines mehr in unserer Sammlung hoher Gebäude. Wikipedia: Thyssenkrupp-Testturm

TurmTurmTurm

Mit meinem Vater machten wir bei schönstem Hochsommerwetter mit dem Tuttlinger Gehörlosenverein zum 100. Jubiläum einen schönen Ausflug zum Bodensee auf die Insel Mainau mit exzellentem Abendessen.

Mitte Juni fand in Wurmlingen zum 125. Jahrestag des Musikvereins ein Treffen der umliegenden Musikvereine statt und auf Tuttlingens Burgruine Honberg konnte man auf einem Mittelaltermarkt samt Ritterturnier einkaufen und staunen.

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Meines Bruders Geburtstagsfeier am Samstag war schon unsere Abschiedsparty, am 26. Juni sassen wir im Air China Flieger und mit einem letzten Blick auf die Alpen an Steuerbord flogen wir wieder nach China. In Peking hatten wir 12 Stunden Aufenthalt, den wir kostenlos in der Lounge verbringen konnten, inklusive 4 Stunden in einem Hotelraum, wo wir schlafen konnten. Das letzte Fussballspiel der Deutschen gegen Korea bei der WM 2018 wurde auch hier live übertragen, sodass wir das Desaster verfolgen konnten, wenn auch der Kommentar auf chinesisch war. Die unverständlichen Momente wurden uns von einem netten Chinesen in der Lounge sogar auf Deutsch übersetzt .

Nach weiteren zwölfeinhalb Stunden landeten wir um 17:30 Uhr in Auckland, Neuseeland, wo wir am Flughafen bei Budget unseren bestellten Mietwagen in Empfang nehmen wollten. Nachdem die meisten Formalitäten erledigt waren, gab mir die Frau am Schalter die Papiere mit einer kleinen Skizze, wo man nach Besichtigung des Mietwagens eventuelle bestehende Schäden eintragen kann. Sie meinte, ich solle dies bitte jetzt unterschreiben, es sei alles in Ordnung mit dem Wagen. Wenn ich mich weigere, bekomme ich die Schlüssel nicht, zur Not könne ich ja nochmal reinkommen. Leider liess ich mich nach längerem Hin und Her dazu überreden, zu unterschreiben. Die Mietwagen stehen gleich hinter dem Terminalgebäude auf einem grossen numerierten Parkplatz. Als wir das Terminalgebäude verliessen, war es stockdunkel und regnete leicht, wir waren schon froh, mit unserem Gepäck schnell das Auto zu finden. Trotzdem gingen wir um den Wagen und versuchten im trüben Licht der schwachen Strassenlaternen das Äussere des Wagens zu inspizieren. Wir konnten nichts Auffälliges entdecken und fuhren dann vom Flughafen zum Stadtteil ManukaU, wo wir in der neuen Manukau City Lodge ein günstiges Zimmer für drei Tage gebucht hatten. Für die ersten zwei Tage bekamen wir sogar ein kostenloses Upgrade auf ein grösseres Zimmer und das Päckchen mit den Ersatzteilen für die Waschmaschine wartete dort auch schon auf uns.

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Am nächsten Morgen schien die Sonne und beim Näherkommen sahen wir, dass am Heck des weissen Mietwagens, das vor unserem Fenster hinter dem Motel auf einem Privatparkplatz geparkt war, eine Delle in der Heckklappe war, die von Form und Lage nicht durch ein anderes Auto oder rückwärts anstossen gekommen sein konnte. Ich machte gleich Fotos davon. Da wir einiges zu erledigen hatten, wollten wir nicht den ganzen Weg zum Flughafen zurückfahren und machten erstmal unsere Einkäufe. Am Montagmorgen waren wir sehr früh am Flughafen und informierten den Angestellten von Budget über den Schaden. Er ging mit uns zu seiner Vorgesetzten, die am benachbarten AVIS Stand sass. Mehrere Male erklärten wir, wie die Vorgänge gewesen waren und sie machten sich Notizen und Kopien meiner Fotos. Nach draussen gehen und den Wagen ansehen wollte niemand.

 

 

Langsam wurde es dann auch Zeit bei unserem Flug einzuchecken und nach drei Stunden waren wir wieder in Tonga. Von Anfang an hatten wir geplant, dass wir am Montag nach Tongatapu fliegen und dann eine der Fähren nach Vava'u nehmen wollten. Mittlerweile gibt es in Tonga eine Schnellfähre, die den Weg in 8 Stunden schaffen kann. Leider war diese Fähre wegen technischer Probleme ausgefallen, die andere, langsame Fähre war ungeplant seit diesem Montagmorgen auf dem Weg in die Ha'apai Gruppe, da dort Kirchenkonferenz war. Also sassen wir erstmal in Nuku'alofa fest, da an einen Flug mit 4 schweren Koffern nicht zu denken war. Ich erinnerte mich an das kleinen Gästehaus Lose o Vavau Ilaise Guest House, das ich gefunden hatte, als ich 2016 allein in Nuku'alofa war. Wir nahmen uns ein Zimmer und fingen an, auf eine Fähre zu warten. Von Tag zu Tag kamen widersprüchliche Meldungen, es sah so aus, als ob wir vor der nächsten Woche nicht weiterkämen. Wir bummelten durch die Stadt, vorbei am Königspalast und entdeckten die Trümmer des alten Parlamentsgebäudes, das durch einen Zyklon total zerstört worden war. Das riesige neue Parlamentsgebäude, eindrucksvoll von allen Seiten, wurde später überstrahlt von einem Halo um die Sonne, meist ein Vorbote schlechten Wetters.

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Am 4. Juli, einem Feiertag zu Ehren des Königs, war grosse Parade und Kinderbelustigung entlang der Strasse am Meer. Wir gingen zum Hafen und sahen dort ein blaues Transportboot liegen, das gerade einlud. Wir erkundigten uns und es hiess, dass die VAOMAPA morgen nach Vava'u fahren und auch Passagiere mitnehmen würde, erst müssten sie allerdings auch nach Ha'apai. Wir buchten gleich zwei Tickets und hinterliessen unsere Telefonnummer. Den ganzen Donnerstag warteten wir, aber es hiess immer wieder, das Schiff sei noch nicht zurück, dann, es sei zwar zurück, müsse aber erst eine Pause einlegen, das Wetter war auch äusserst schlecht geworden, viel Wind und Regen. Die geplante Abfahrt um Mitternacht wurde nochmals auf zwei Uhr mittags am Freitag verschoben, was uns aber grade recht war.

Pünktlich um 14 Uhr startete die bis zum Rand vollgepackte Barge. Sie hatte vom Auto über riesige Kabeltrommeln und Wassertanks auch viele schwere hölzerne Telegrafenmasten auf Tiefladern geladen, die mit Ketten verzurrt wurden. Zu unserem Erstaunen waren wir die einzigen Passagiere und konnten uns in den zwei mit Bänken ausgestatteten Aufenthaltsräumen und einem Aussendeck ausbreiten. Wir wurden vom netten Kapitän auf die Brücke eingeladen und von der Mannschaft mit Kaffee versorgt. Bei Dunkelheit streckten wir uns auf den Bänken aus, die Schwimmwesten als Kopfkissen, und schliefen gar nicht mal so schlecht, obwohl der Wind zwischen Tongatapu und den Ha'apai recht kräftig blies. Die einzige Sorge, die ich hatte, waren einige Baumstämme, die sehr labil aufeinander lagen und ich befürchtete, dass sie sich beim heftigen Rollen des Bootes selbständig machen könnten. Dann hätten die Ketten Lose bekommen und alles wäre gerutscht. Zum Glück hielt alles bis Vava'u, wo wir im Regenschauer einliefen. Der Kapitän persönlich brachte unser Gepäck an Land, wo schon Nachbarin Karyn mit ihrem Auto wartete und uns erstmal mitnahm zum Haus, das sie für die Saison in Neiafu gemietet hatten. Erst sah es so aus, also ob niemand an diesem Samstag Zeit hätte, uns zur Insel zu fahren, aber Ricky kam später von einem Schnorchelausflug zurück und fuhr uns in seinem kleinen Boot nach Fofoa, wobei wir im hohen Seegang sowohl vom Meer als auch vom Regen nassgespritzt wurden. Zum Glück waren alle Systeme im Haus schnell hochgefahren und intakt, sodass wir uns gleich heiss duschen konnten, bevor wir nach einem Imbiss müde in unsere Betten sanken.

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Die nächsten Tage richteten wir uns wieder ein, dann machte ich mich daran, die neuen Teile in die Waschmaschine einzubauen. Zu unserer Enttäuschung lief sie nicht richtig an, sondern zeigte einen Fehlercode, ein weiteres Teil schien defekt zu sein. Wieder setzte ich mich mit der Firma in Verbindung und ein sehr engagierter Techniker gab mir alle möglichen Ratschläge, die aber alle darin gipfelten, dass ich ein weiteres Teil bestellen musste. Es dauerte dann bis Anfang Oktober, bis jemand das Teil von Neuseeland bringen konnte, aber nach dessen aufwändigem Einbau lief die Maschine wieder wie neu.

WGerade an meinem Geburtstag im Juli wollte die Autoverleihfirma Budget uns für den Schaden am Auto verantwortlich machen und buchte über 700 Euro von unserem Konto ab. Anscheinend waren unsere Unterlagen vom Flughafenbüro aus nie weitergeleitet worden. Durch etliche Emails und meine Bilder konnten wir sie überzeugen, dass wir nicht schuldig waren und erhielten zu unserer Erleichterung den Betrag rückerstattet.

Ende Juli feierten wir Werners 80. Geburtstag mit vielen Nachbarn.

In der Segelsaison hatten wir auch wieder Besuch von internationalen Yachtcrews und Trans-Ocean Mitgliedern auf Weltumseglung.

 

Vor allem der August und September waren ausgesprochen trocken, sodass wir trotz grossem Wassertank Wasser sparen mussten. Der Garten litt sehr und erst im Oktober, als es dann mehr als genug regnete, konnten wir einiges anpflanzen. Wochenlang herrschte dann Starkwind, der Vorteil dabei war, dass es relativ kühl blieb für die Jahreszeit bis weit in den November hinein.

Werner musste einen grossen Baum fällen und zerkleinern, da er zu nahe am Haus stand. Nach der Arbeit geht er gerne eine Runde kajaken in der Lagune.

 

 

Im Dezember hat Kater Puki entdeckt, dass die Mangos wieder reifen, also auf in den Baum, ernten und Marmelade einkochen. So schliesst sich der Jahreskreis.

Den Esstisch mit der Kompassrosette hat Werner vor ein paar Wochen für uns fabriziert.

Nächstes Jahr werden wir von Ende März bis Anfang September wieder nach Deutschland fliegen, diesmal ohne grösseren Zwischenstopp. Voraussichtlich werden wir dann etwas in Europa herumreisen.

Bis dahin geniessen wir auf unserem Bänkle am Strand bei schönem Wetter die Sonnenuntergänge mit Blick aufs Riff und den Ozean mit dem ehemaligen Vulkan Late am Horizont.

 

 

Wir wünschen euch

WeihnachtssternewEIN FROHES WEIHNACHTSFEST

UND EIN

GESUNDES, GLÜCKLICHES

UND FRIEDLICHES

JAHR 2019!

 

Wir bedanken uns herzlich für alle Emails, guten Wünsche und Taten, die uns im vergangenen Jahr erreichten und hoffen, viele von Euch im nächsten Jahr wiederzutreffen oder zumindest ab und zu von Euch zu hören!

Mit lieben Grüssen aus der Südsee

Elke & Werner

 

Alle Photographien von Elke Stumpe © soweit nicht anderweitig bezeichnet.

 

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